Friday, October 17. 2008Xegity: SciFi und Zugänglichkeit von WeltenTrackbacks
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Steht viel Gutes drin. Auch wenn ich deine Analyse der SF-Literatur gewagt finde: Es gibt keine Trivial- und Unterhaltungsliteratur? Dem würde ich wiedersprechen, du machst es aber geschickt, und sagt, das würde nicht als SF anerkannt werden. Perry Rhodan, 2E10 Bücher über Star Wars, Mechwarrior Romane, das ist sehr trivial und teilweise sogar unterhaltend. Ich würde eher sagen, dass es aktuell einen TREND, eine MODE der Hard-SF gibt. Leute, die sich weigern in der Zukunft bedeutende Veränderungen geschehen zu lassen und sie verbieten der SF Sense of Wonder. Xegity bietet schon ein wenig davon. Manche "merkwürdig" agierende KI, die Strata und solche Dinge, sind nicht eingängig, aber interessant. Eingängig sind allerdings die Konzerne, die sich streiten. Problematisch ist sicherlich die "unbuntheit", die Aphilie (um mal in PR-Termen zu sprechen) und tatsächlich: Technische Erklärungen, die mehr als Techno-Babbel sind. Trotzdem hat es einen gewissen Reiz und erinnert mich stark, an das doch sehr beliebte FREELANCER (PC-Spiel). jo, bevor ich mich noch weiter verliere, genug gesagt, reinecke Du triffst den Nagel auf den Kopf: Es gäbe Trivial- und Unterhaltungsliteratur, die wird von den Autoren "ernsthafter" Sci-Fi aber ignoriert oder nicht als Sci-Fi anerkannt, was dann zur Folge hat, daß entsprechende Topoi ignoriert werden. Zumindest schimmert meines Empfindens nach immer ein: "Sci-Fi ist was für ernsthafte Erwachsene, Fantasy ist Spielkram für Denkfaule" in Diskussionen über "warum Sci-Fi so unbeliebt ist" durch. Eine überwiegend faire Betrachtung! ;) Hier noch einige Anmerkungen: Der höhere Anspruch an das Wissen ist nach allem was ich nun gelesen habe zumindest nicht das Hauptproblem. Man hat ja meistens in einer SF-Runde einen Spieler, der sich darum kümmert, alles auf Erklärungslücken hin abzutasten. Den anderen ist es egal, Hauptsache, es funktioniert - ganz ähnlich wie bei der Magie. Nun zur Einhaltung der Genregrenzen - dem vielleicht entscheidenen Punkt: Dass ich das Problem nicht erkannt habe, muss ich zurückweisen. Spätestens bei meinem neusten Beitrag zum Netz ist es mir sehr klar geworden, dass Xegity einfach nicht klischeehaft genug ist. Ich greife da eigentlich eine neuere Entwicklung in der Fantasy auf: Die nicht-konkrete Welt. Dies ist aber auch nicht ohne Präzendenz: Man beachte Werke wie Otherland, Vurt, die gute alte Matrix oder Gunnerkrigg Court. Das mag vielleicht nicht optimal sein, um das Ganze mit wenigen Worten zu vermitteln - ich denke aber, dass es nur so langfristig einen Reiz haben kann. »Cyberpunk in Space« - :D Nett! Darauf hätte ich mal kommen müssen. Ich orientiere mich ein wenig mehr in Richtung Space als Cyberpunk, aber die Grundrichtung stimmt. Wobei die Cyberpunk-Elemente weit mehr vom Original-Cyberpunk (Philip K. Dick, William Gibson) inspiriert sind, als von SR. Ich bitte dich! Elfen und Zwerge, das wesentliche Abgrenzungskriterium von SR gegenüber dem klassischen Cyberpunk, gibt es bei Xegity nicht und wird es auch nie geben. Damit fehlt der Fantasy-Aspekt. Aber nungut, dafür gibt es ja Aliens, KIs, Psioniker, Nanotech und andere »Larger-Than-Life« Elemente, die für die Space Opera sehr typisch sind. Bestehende Weltraum-Phänomene gibt es in Xegity sehr wohl. Allerdings werde ich in der Tat ihre Namen nicht missbrauchen (anders als Star Trek). Als nützliche Elemente für die Handlung gibt es also neue Effekte. Ist das ein Problem? IMO nein, denn die Spieler lernen die Bedeutung eines Phänomens in der Welt und lassen die möglicherweise vorhandene Bedeutung in unserem Universum außer Acht. Da spielt es keine Rolle, wie das Phänomen nun im Einzelnen heißt. Naja, aber auch dahingehend, wie sich das Spiel "anfühlen" wird, kann ich bisher sagen, dass es an SR erinnert. Nicht (nur) vom Setting her. Aber ich habs ja auch noch nicht gespielt. Es stimmt schon, daß es bei Xegity weder Elfen noch Zwerge gibt, aber das war nicht der Punkt des Vergleichs mit Shadowrun. Punkt ist, daß beide Spiele dem Cyberpunk ein fantastisches Element hinzufügen: Shadowrun eben Fantasy, Xegity hingegen Space. Der Name von Phänomenen ist mMn schon wichtig, weil ein komplett neues Phänomen eben auch kein Topoi ist, während existierende Phänomene oft schon eins haben oder man sich zumindest grob etwas darunter vorstellen kann. (Und zumindest ich sehe gerne nach, was sich denn in Wirklichkeit hinter den Namen versteckt, die ein Effekt in einem Rollenspiel annimmt) |
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