Von Sarai aus beherrscht die
Goldene Horde unter Batu Khan weite Teil Osteuropas, unterwarf 1237 die
Kumanen,
1237-1241 den größten Teil der Kiewer Rus', zwangen das Reich der
Bulgaren zu Tributleistungen, und verheerte 1241/42 große Teile Polens
und Ungarns, stößt dabei gar bis Wien und Brandenburg vor. Aufgrund des
Todes von Dschinghis Khan und den folgenden Thronstreitigkeiten binden
sie allerdings einen Großteil ihrer Macht im Inneren, verliert zudem
ihren großen Strategen Subatai, der fortan in China kämpft.
Ziel: Den westlichen Teil der Welt für die Mongolen zu erobern
Might:
6 – Hervorragend ausgebildete und disziplinierte Reiterheere, verstärkt
durch Hilfstruppen der unterworfenen Völker, unter fähigen Khanen
stellen alle Gegner in offener Feldschlacht in den Schatten.
Animositäten zwischen den einzelnen Khanen hindern sie aber daran,
große Teile ihrer Macht längerfristig zu binden.
Treasure: 5 – Es
fließen beständig Tribute und Beute in die Säcke der Khane, dazu kommen
Einnahmen aus dem Handel; allerdings kostet die Aufsicht und die
gigantische Armee auch Unsummen.
Influence: 3 – Zwar ist ihre
militärische Macht enorm, aber ihr Reich ist zu vielfältig und zu
langgezogen, um jederzeit über alles informiert zu sein.
Territory:
5 – Die Tataren beherrschen ein riesiges Reich, in dem sich fast alles
finden lässt, aber leider sind ihre Statthalter auch immer am eigenen
Wohlergehen interessiert.
Sovereignity: 2 – Die meisten
unterworfenen Völker warten nur auf ein Zeichen der Schwäche, um das
Joch abzuschütteln, in der Zwischenzeit nutzen sie die mongolischen
Statthalter für ihre eigenen, innenpolitischen Ziele. Wenn, dann
unterstützen sie ihre Herrscher unter Zwang oder aus Eigennutz, aber
nicht aus Loyalität.
Literaturempfehlungen:
Medina Mamleew: Witz und Weisheit der Tataren
Charles J. Halperin: Russia and the Golden Horde: The Mongol Impact on Medieval Russian History
Erika Taube: Volksmärchen der Mongolen