Tuesday, January 6. 2009
Dieser Artikel ist eine Reaktion auf Storyshopping – die großen und die wahren Helden? Dort werden einige Probleme angeschnitten: Krieger (und Spitzbuben) bei D&D seien schwach, zumindest auf hohen Stufen. (Ob dies jetzt so stimmt, kann ich mangels Erfahrung in wirklich hochstufigen Gruppen nicht sagen, aber die Beschreibung der Ardania-Kampagne legt so etwas zumindest nahe) Man braucht enorm teure und wenig effektive Talente, um heldenhafte Aktionen durchzuführen. Und in vielen Fällen muß man einfach eine bestimmte Fertigkeit oder einen bestimmten Gegenstand besitzen, um überhaupt sinnvoll zu handeln.
Continue reading "Krieger: Schwach oder Langweilig?"
Sunday, January 4. 2009
Der Meister des Jüngsten Tages ist ein Kriminalroman von Leo Perutz, den ich kürzlich gelesen habe. Darin geht es um eine Reihe rätselhafter Selbstmorde in Verbindung mit einer Droge und darum, ob Gottfried Adalbert Freiherr von Yosch seinen Freund Eugen Bischoff im Herbst 1909 aus Eifersucht in den Selbstmord getrieben hat. Ich finde, dieser Roman eignet sich als wundervolle Ideengrube für Rollenspiel-Abenteuer in verschiedenen Genres.
Continue reading "Der Meister des Jüngsten Tages"
Sunday, November 23. 2008
Ich habe nun einmal Basic Fantasy getestet, um herauszufinden, was es mit diesem „old school“-Kram so auf sich hat. Dabei habe ich einige nützliche Dinge gelernt – eines davon ist: Mit den gegebenen Regeln, wenn man sie denn nutzen will, ist nur ein bestimmter Spielstil möglich. Wenn diese Beobachtung stimmt, könnte sie die gegenseitige Ablehnung von New- und Old-Schoolern erklären: Beide bevorzugen unterschiedliche, zueinander vollkommen inkompatible Spielstile.
Continue reading "Old-School und Stil"
Monday, November 3. 2008
Eins vorweg: Ich bin kein studierter Soziologe. Aber heute vormittag habe ich ein wenig in Michel Foucaults „Überwachen und Strafen“ (1976) gelesen und bin dabei über einen Abschnitt gestolpert, der mich frappierend an unser Hobby erinnert. Unter dem Titel „Die normierende Sanktion“ führt Foucault einige Techniken auf, die so im Rollenspiel zu finden sind. Das vermeintlich harmlose Spiel ist also knallharte menschenfeindliche Disziplinierung?
Continue reading "Disziplinarmechanismen im Rollenspiel"
Sunday, October 19. 2008
Ich leite ja nun seit einiger Zeit Basic Fantasy, eines jener Neo-old-school-Regelwerke, die derzeit so viel Wind machen. Es macht verdammt viel Spaß, aber es gibt einige Dinge, die mir beim Spiel immer wieder aufstoßen, eins davon heißt „1. Stufe“. (Dieses Problem hat Glgnfz in „Sie trugen keine Namen“ ja auch angesprochen)
Continue reading "Basic Fantasy: Erstes Fazit"
Friday, October 17. 2008
Die Diskussion im Tanelorn über
SciFi-Rollenspiele und Ionflux‘ Blog führt es meiner Meinung nach recht gut vor: Ein Rollenspiel verkauft sich dann gut, wenn es leicht zugänglich ist. Das ist zwar nichts grundsätzlich neues, denn es wurde auch schon im FERA diskutiert und von 1of3 gebloggt, aber trotzdem gibt Xegity nun ein gutes Praxisbeispiel ab.
Continue reading "Xegity: SciFi und Zugänglichkeit von Welten"
Monday, October 13. 2008
Jedes kampforientierte Rollenspiel sollte drei Situationen emulieren können: der Kampf zwischen einer Handvoll Kombattanten ist nur eine davon.
Continue reading "Meßlatte für Kampfregeln"
Monday, October 6. 2008
Das Trollzine ist das Magazin für den „zurückgelehnten Rollenspieler“ – so die Eigenwerbung. Der Schwerpunkt liegt auf AD&D, die erste Ausgabe enthält 1 kurzes Abenteuer, 1 neues Monster, 1 magischen Gegenstand und 1 Artikel darüber, wie man die „Glorreichen Sieben“ im Rollenspiel und in verschiedenen Genres umsetzen kann und schon umgesetzt hat. Nicht besonders umfangreich, aber es gibt doch einige nette Ideen, von daher lohnt es sich durchaus, das kostenlose PDF anzusehen. Trollzine – The Woodgrain Issue herunterladen.
Friday, September 26. 2008
Klassen im Rollenspiel haben viele Nachteile: Sie sind starr, geben keinen Freiraum oder engen diesen sehr ein und wenn einem gar ein bestimmtes Konzept vorschwebt, zwingen sie einen oft zu großen Umwegen, um die gewünschte Figur zu erstellen. Gerade in thematisch sehr engen Spielen können 08/15-Klassen eine sinnvolle Zusammenstellung verhindern. Klassen haben aber auch viele Vorteile, zumindest, wenn sie sinnvoll ins Spiel eingebunden werden.
Continue reading "Klassen sind keine Berufe!"
Wednesday, September 17. 2008
Nun besteht nicht gerade ein Mangel an Retroklonen (auch als Scheinbildspiele bekannt), aber sie nehmen meiner Meinung nach ihren Namen zu Ernst: Sie sind wirklich nur Klone des zugrundeliegenden Spiels, enthalten – außer in Einzelfällen – kaum innovative Ideen. Damit qualifizieren sie sich noch nicht einmal als Herzensbrecher.
Continue reading "Retroklonmangel"
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